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Ratgeber · Google Ads

Kosten pro Lead (CPL): berechnen und richtig bewerten

Die Formel, Beispiele und die eigentlich wichtige Frage: Was darf eine Anfrage bei Ihnen kosten?

Von Alexander Bauer, BetriebsagenturAktualisiert am 5 Minuten Lesezeit

Kurz gesagt

  • Kosten pro Lead (CPL) = Werbekosten ÷ Anzahl der Anfragen im selben Zeitraum.
  • Ein niedriger CPL ist nur gut, wenn die Anfragen passen. Zehn unpassende Anfragen für 20 Euro sind teurer als drei passende für 60 Euro.
  • Was eine Anfrage kosten darf, ergibt sich aus Auftragswert, Marge und Abschlussquote.

Für wen: Inhaber, die Google Ads oder andere Werbung wirtschaftlich bewerten wollen

Die Formel

Kosten pro Lead = Werbekosten ÷ Anfragen. Beispiel: 900 Euro Werbebudget im Monat, 15 Anfragen über Formular, Telefon und KI-Anfrage – das ergibt 60 Euro pro Anfrage. Wichtig ist, dass Kosten und Anfragen aus demselben Zeitraum und derselben Quelle stammen.

Was darf eine Anfrage kosten?

Rechnen Sie rückwärts vom Auftrag: Wie viel Rohertrag bringt ein typischer Auftrag, und aus wie vielen Anfragen wird ein Auftrag? Daraus ergibt sich, was Sie höchstens pro Anfrage zahlen können, ohne Geld zu verlieren.

  • Heizungstausch

    Rohertrag je Auftrag
    2.000 €
    Abschlussquote
    1 von 4
    Max. sinnvoller CPL
    unter 500 €
  • Badsanierung

    Rohertrag je Auftrag
    3.000 €
    Abschlussquote
    1 von 5
    Max. sinnvoller CPL
    unter 600 €
  • Lohnfertigung (Serienauftrag)

    Rohertrag je Auftrag
    8.000 €
    Abschlussquote
    1 von 8
    Max. sinnvoller CPL
    unter 1.000 €
  • Kleinauftrag Elektro

    Rohertrag je Auftrag
    300 €
    Abschlussquote
    1 von 3
    Max. sinnvoller CPL
    unter 100 €
Rechenbeispiele mit angenommenen Werten, keine Branchenkennzahlen. Setzen Sie Ihre eigenen Zahlen ein und planen Sie einen Sicherheitsabstand ein.

CPL und Leadqualität gehören zusammen

Der CPL allein verführt zu falschen Entscheidungen. Wer nur auf niedrige Kosten optimiert, bekommt oft mehr Anfragen, die nicht passen: falsches Gebiet, zu kleiner Auftrag, nur Preisvergleich. Deshalb gehört zum Monatsbericht die Rückmeldung, welche Anfragen gepasst haben. Eine KI-Leadqualifizierung hilft dabei, weil jede Anfrage mit Leistung, Ort und Umfang ankommt.

Alexander Bauer, Inhaber von Betriebsagentur, an seinem Arbeitsplatz

Alexander Bauer, Inhaber. Schreibt hier, was Betriebe in Handwerk, Industrie und Mittelstand vor der Entscheidung wissen sollten – mit Zahlen statt Versprechen.

Häufige Fragen

Was Betriebe dazu am häufigsten fragen.

Das hängt vom Auftragswert ab. Ein guter CPL ist einer, bei dem nach Abschlussquote und Marge Gewinn übrig bleibt. Bringt ein Auftrag 2.000 Euro Rohertrag und wird jede vierte Anfrage zum Auftrag, sind 100 Euro pro Anfrage gut wirtschaftlich – bei einem Kleinauftrag mit 300 Euro Rohertrag nicht.

Meist über bessere Zielseiten, einen kürzeren Anfrageweg, Ausschlüsse unpassender Suchbegriffe und genauere Gebietseinstellungen – nicht über niedrigere Gebote allein.

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