Zum Inhalt springen

Ratgeber · Google Ads

Welche Google-Ads-Anfrage wird zum Auftrag? So messen Sie es

Conversions im Konto sind noch keine Aufträge. Wie Sie herausfinden, welche Kampagne und welcher Suchbegriff wirklich Umsatz bringen.

Von Alexander Bauer, BetriebsagenturAktualisiert am 8 Minuten Lesezeit

Welche Google-Ads-Anfrage zum Auftrag wird, sehen Sie nur, wenn Sie drei Dinge verbinden: die Herkunft jeder Anfrage (Kampagne oder Suchbegriff), ihren weiteren Stand im Betrieb (Angebot, Auftrag, abgesagt) und eine regelmäßige Auswertung. Das geht schon mit einer Kennung je Anfrage und einer einfachen Liste. Erst wenn das funktioniert, lohnt es sich, Auftragsdaten an Google zurückzumelden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Conversion ist eine Anfrage, kein Auftrag. Zwischen beidem liegen Rückruf, Termin und Angebot.
  • Jede Anfrage braucht eine Kennung und eine Herkunft – Kampagne, Anzeigengruppe oder Seite.
  • Der Betrieb meldet in einem Klick zurück, was aus der Anfrage wurde.
  • Erst mit genug Rückmeldungen lässt sich sagen, welche Begriffe Aufträge bringen – und erst dann sollte das Budget danach verteilt werden.

Für wen: Betriebe mit laufenden Google Ads, die wissen wollen, was davon zu Aufträgen wird

Diagnose: Was misst Ihr Konto heute?

Wenn die letzte Frage mit „Nein“ beantwortet wird, ist das der Normalfall – und die größte ungenutzte Stellschraube im Konto.

  1. 1Unter „Ziele“ alle Conversion-Aktionen ansehen: Was zählt als Hauptziel?
  2. 2Die Zahl der Conversions im letzten Monat mit den Anfragen im Postfach vergleichen.
  3. 3Prüfen, ob Anrufe gemessen werden – über die Anzeige und über die Website.
  4. 4Fragen: Kann jemand im Betrieb sagen, aus welcher Kampagne der letzte Auftrag kam?

Die Kette von der Suche zum Auftrag

  • Suche und Klick

    Wo sie sichtbar ist
    Google Ads
    Wer sie erfasst
    automatisch
  • Anfrage oder Anruf

    Wo sie sichtbar ist
    Google Ads (Conversion), Postfach
    Wer sie erfasst
    automatisch, wenn sauber eingerichtet
  • Passt / passt nicht

    Wo sie sichtbar ist
    nur im Betrieb
    Wer sie erfasst
    Mensch, ein Klick
  • Angebot

    Wo sie sichtbar ist
    nur im Betrieb
    Wer sie erfasst
    Mensch, ein Klick
  • Auftrag mit Wert

    Wo sie sichtbar ist
    nur im Betrieb
    Wer sie erfasst
    Mensch, ein Klick
Die unteren drei Stufen sieht Google nicht von selbst. Sie müssen sie zurückmelden – manuell oder per Import.

Lösung in drei Ausbaustufen

  1. 1Stufe 1: Jede Anfrage bekommt eine Kennung und die Herkunft (z. B. Seite oder Kampagne). Der Betrieb trägt den Stand in eine Liste ein. Monatlich auswerten.
  2. 2Stufe 2: Rückmeldung in einem Klick per Link in der Benachrichtigungs-Mail: passt, Angebot, Auftrag, verloren – optional mit gerundetem Auftragswert.
  3. 3Stufe 3: Qualifizierte Anfragen oder Aufträge an Google Ads zurückmelden, etwa über den Import von Offline-Conversions oder erweiterte Conversions für Leads. Voraussetzung: genug Volumen, Einwilligung und eine saubere Rechtsgrundlage.

Datenschutz: nur was nötig ist

  • Für die Auswertung reichen Kennung, Herkunft, Stand und gerundeter Wert – keine Namen
  • Klick-Kennungen (GCLID) nur mit Einwilligung speichern
  • Rückmeldungen nicht automatisch an Google senden, bevor geklärt ist, ob sie als Signal taugen

Beispiel: zwei Kampagnen, ein Budget

Zur Veranschaulichung: Ein Betrieb hat eine Kampagne „Wärmepumpe“ und eine „Heizungsnotdienst“. Im Konto hat die Notdienst-Kampagne mehr Conversions. Erst die Rückmeldungen zeigen, welche davon zu Aufträgen mit welchem Wert wurden – und ob das Budget richtig verteilt ist. Ohne diese Rückmeldung entscheidet das Konto nach der Zahl der Anfragen, nicht nach ihrem Wert.

Selbsttest: Wo stehen Sie?

  • Ich weiß, wie viele Anfragen letzten Monat aus Google Ads kamen.
  • Ich weiß, wie viele davon zu Angeboten wurden.
  • Ich weiß, wie viele davon zu Aufträgen wurden.
  • Anrufe werden als Conversion gezählt.
  • Jede Anfrage hat eine Kennung, mit der man sie wiederfindet.

Können Sie Punkt 2 und 3 nicht beantworten, optimiert Ihr Konto auf Menge, nicht auf Aufträge.

Wann professionelle Hilfe sinnvoll ist

  • Sie geben monatlich spürbares Budget für Google Ads aus und können den Ertrag nicht beziffern.
  • Ihr Monatsreport zeigt Klicks und Conversions, aber keine Angebote und Aufträge.
  • Sie möchten Offline-Conversions nutzen und wissen nicht, wo Sie anfangen sollen.
Passende LeistungMessung & MonatsreportNicht nur Klicks messen – sehen, was aus Ihren Anfragen wird.
Alexander Bauer, Inhaber von Betriebsagentur, an seinem Arbeitsplatz

Alexander Bauer, Inhaber. Schreibt hier, was Betriebe in Handwerk, Industrie und Mittelstand vor der Entscheidung wissen sollten – mit Zahlen statt Versprechen.

Häufige Fragen

Was Betriebe dazu am häufigsten fragen.

Eine Conversion ist eine gemessene Handlung, meist eine Anfrage oder ein Anruf. Ob daraus ein Auftrag wird, weiß nur der Betrieb. Diese Information muss zurückgemeldet werden.

Ergebnisse, die außerhalb der Website passieren – etwa ein Angebot oder ein Auftrag – und nachträglich an Google Ads übermittelt werden. Damit kann das Konto auf wertvolle Anfragen optimieren statt nur auf viele.

Wenn regelmäßig genug Anfragen und Rückmeldungen zusammenkommen, damit sich Muster zeigen, und Datenschutz sowie Einwilligung geklärt sind. Davor bringt eine saubere Liste mit Stand und Herkunft schon den größten Teil der Erkenntnis.

Google-Ads-Messung prüfen lassen

Wir prüfen Conversion-Aktionen, Anrufmessung und den Weg der Anfrage bis zum Auftrag und schlagen die passende Ausbaustufe vor. Kostenlos und unverbindlich.